Von LINSSEN bis Lamborghini
Das deepONE Industry begeistert nicht nur Tuning-Fans
Wer am letzten Wochenende bei uns im EastWest-Hafen im Prerauer Stich am Steg lag, der wurde vom Hafenmeister informiert: „Es könnte am Wochenende etwas lauter werden … das deepONE ist wieder bei uns zu Gast!“ Deep … was? Wir sind sehr froh und auch stolz, dass die Macher eines der größten, bekanntesten und schönsten Tuning-Events Deutschlands gerade unser Gelände ausgewählt haben, um ihr Event stattfinden zu lassen. „Das hat jetzt aber nichts mit Motorbooten, LINSSEN oder DELPHIA zu tun!“, mögen Sie denken. Ja. Und nein.
Denn genauso neugierig wie viele unserer Saison-Lieger und Gast-Skipper im Hafen waren, was die „Auto-Verrückten“ da auffahren und herzeigen würden, zeigten sich viele der mehr als 5.000 Event-Besucher. Umso besser: Neugierige Blicke, angeregte Steggespräche und wir sind uns sicher auch die eine oder andere Einladung zum Bierchen an Bord wurden an die Auto-Fans ausgesprochen, die schicken – und nicht minder herausgeputzten – Yachten am Steg zu inspizieren.
“Das muss man sich mal angucken!“
Die Hauptakteure aber waren die über 500 wunderschönen Automobile, die im Rahmen des Events bei uns von den stolzen Tuning-Besitzern gezeigt worden sind. Und da man nicht einfach so mitmachen und sein Auto zeigen darf, sondern vorher ein mehrmonatiges, sehr strenges Auswahlverfahren unter den prüfenden Blicken von Automobil- und Tuning-Spezialisten bestehen muss, boten sich oben auf dem schick hergerichteten EastWest-Werftgelände wahre Autoschätze dar! Und zwar von der wunderschönen Schwalbe über PS-Boliden bis zum Lambo. Einer unserer Gastlieger meinte im Hafenbüro noch am Nachmittag ganz gespannt: „Das muss man sich angucken!“
Das deepONE setzt sich dabei von anderen Tuning-Treffen ab: Anstelle von PS-Geprotze und Speed-Overkill setzt die Jury auf ausgewogenes, ansprechendes und ästhetisches Tuning. Es geht nicht darum, dass „jeder Golf mit einem Spoiler“ aufs Gelände kommt, wie es bei vielen Parkplatz-Treffen der Fall ist, sondern nur Automobile, welche die Themenvorgaben ästhetisch sauber und ausgewogen erfüllen. PS sind gar nicht so entscheidend, sondern eine spannende Balance. Irgendwie erinnert uns das an unsere eigene Philosophie bei unseren Yachten: PS sind bei uns auch zweit- und sogar drittrangig …
Die Tuning-Szene trifft sich bei uns in Zehdenick
Sebastian Maaß, unser DELPHIA-Experte, ist selbst begeisterter Auto-Fan und bleibt nicht nur aus beruflichen Gründen bis zum Ende der Veranstaltung gegen Mitternacht vor Ort. „Die Fahrzeuge sind alles Unikate und erzählen auf ihre Weise eine eigene Geschichte“, sagt er. Die strenge Auswahl der Jury sorgt dafür, dass kein Auto dem anderen gleicht, dass man immer wieder Neues und Spannendes zu sehen bekommt. „Wie auf einer Bootsmesse“, meint Sebastian.
Das deepONE findet hier bei uns nun schon zum fünften Mal statt. Zweimal im Jahr organisieren die Macher diese Treffen. Dabei gibt es zwei Themenwelten: Das klassische deepONE steigt immer im August am schönen Zehdenicker Havelschloss, nicht weit von uns. Dieser Backdrop ist natürlich auch toll: Mit dem beleuchteten Schloss auf der Halbinsel im Hintergrund bekommt das deepONE einen fast schon „klassischen“ Charakter. Immerhin gilt unser Havelschloss aus dem 13.-16. Jahrhundert als eines der ältesten Renaissance-Schlösser Brandenburgs. Mit dem deepONE „Industry“ bei uns setzen die Veranstalter bewusst einen szenischen Kontrapunkt.
Denn unser Industrie- und Werftgelände bietet eine ganz andere Kulisse: Die industrielle Umgebung ermöglicht es den Autos, sich vor einem gröberen, technischeren Hintergrund zu präsentieren. Es kommt ein wenig Techno- und „Endzeitstimmung“ auf, etwas Manga-Feeling durch die tolle Neon-Beleuchtung und auch das Noir von „Mad Max“ oder „Ghost in the Shell“ klingen an. Die Macher suchen die Exponate bewusst auch danach aus, ob und wie sie in diese Industrie-Stimmung passen. Entspannt und spannend, aufregend und gelassen – das hat was! Finden auch unsere Boots-Eigner, die sich unter die vielen tausend Gäste mischen, die an diesem Tag selbst unseren riesigen Marina-Parkplatz an die Kapazitätsgrenze bringen.
Chill-Vibes und entspannte Atmo
Wer jetzt gröhlende und saufende Jugendliche bei überlauter Musik erwartet, der wird sich gewaltig täuschen. Das deepONE hat nichts mit dem Klischee der Tuning-Szene zu tun. Prolls und Poser will man hier ganz bewusst nicht haben. Verschiedene DJs legen entspannte Dance- und House-Rhythmen auf, es geht sehr gelassen – „gechillt“ – zu. Man ist freundlich und höflich miteinander, Alkohol spielt hier nur eine kleine Nebenrolle. Es tut gut zu sehen, dass Autokultur so gar nichts mit dem Spiegel-TV Image zu tun haben muss.
Und so lässt sich auch Sebastian treiben. Von Auto zu Auto, von Thema zu Thema. Die Macher der verschiedenen Automobile, wie bei uns am Steg die Eigner, sind immer zugegen, um die Fragen der Zuschauer zu beantworten: Von den ganz einfachen Dingen, die Nicht-Kenner wie Sebastian fragen, bis zu den Spezial-Details, die nur Tuning-Insider erkennen. Besonders toll wird es beim deepONE aber, wenn es draußen dunkel wird und die Lichtkonzepte angeschaltet werden. „Es ist erstaunlich, was man mit modernem Licht und Lasern alles machen kann!“, ist Sebastian begeistert: So wird unsere nun ja Yacht-leere Winterlagerhalle (LINK) in eine faszinierende Lichtlandschaft getaucht, welche zusammen mit den Vibes der DJs eine ganz besondere Atmosphäre schafft. „So etwas sollten wir im Winterlager auch machen …“, schlägt Sebastian vor.
Wenn Sie sich jetzt etwas skeptisch fragen sollten, was man denn alles Interessantes an so etwas Profanem wie Autos finden kann, dann fragen Sie sich nur, was man Interessantes an so etwas wie einem Boot entdecken könnte. Genauso, wie uns eine schön gepflegte Wieling, die Chrom-Leiste am Freibord oder ein toll gemachtes Teak-Deck mit Fisch auf dem Vordeck begeistern, sind die Auto-Fans von den mehr oder weniger hervorstechenden Details der Automobile fasziniert. So weit auseinander sind wir gar da nicht.
Gar nicht so weit weg vom Yacht-Eigner
Denn was für den Freizeit-Skipper das „Heiligtum Motorboot“ ist, das ist für die Tuner das Fahrzeug. Oftmals werden hier tausende Freizeitstunden investiert, von den Budgets einmal ganz zu schweigen. Das Spezialwissen, das erforderlich ist, um ein Automobil nicht nur sinnlos „aufzubohren“, sondern ästhetisch ansprechend zu gestalten, ist enorm. Und nicht zu vergessen: Genauso wie bei uns die Regeln des WSV und der Wasserschutzpolizei eingehalten werden müssen, gibt es auch für Auto-Tuner ziemlich viele Vorschriften. Der TÜV lässt grüßen …
Zwar sind die Hürden für Autofahrer etwas geringer, denn für die Straße braucht es weder den SBF Binnen noch den SRC/UBI-Funkschein, aber nicht nur DELPHIA-Profi Sebastian Maaß sondern auch viele unserer Gastlieger, die sich das deepONE anschauen kommen mit dem einen oder anderen Profi-Tuner ins Gespräch. Der Konsens: Beide, nämlich Skipper und Tuner gleichermaßen, lieber ihre Fahrzeuge, sind absolut verliebt in die Details und Spezialitäten dieser und „leben“ für ihr Hobby. Und wir finden, das kann man nicht besser darstellen, als hier bei uns auf dem EastWest-Gelände!
Wir freuen uns auf Euch in 2027!
Als wir damals von den Machern des deepONE das erste Mal angesprochen worden sind und man uns fragte, ob wir uns so ein Event auf unserem Gelände vorstellen konnten, wussten wir selbst nicht richtig, was uns erwarten würde. Nun, nach dem fünften Jubiläums-Event freuen wir uns jedes Jahr aufs Neue, diese bunte, interessante, angenehme und spannende Szene bei uns begrüßen zu können. Kein ausuferndes Ballermann-Chaos, sondern viele tolle junge Leute, die ein schönes Hobby pflegen: Schön, das mit ansehen zu können!
Das große Abschiedsfeuerwerk ist dann immer krönender Abschluss und Höhepunkt des deepONE Industry bei EastWest: Eine Augenweide auch für unsere Steggäste. Die, die es wissen, machen sich entsprechend bereit: Eine Flasche vom leckeren Sprudelwasser wird kaltgestellt und dann unter den beeindruckenden Feuereffekten im lauen Abend auf dem Achterdeck geköpft. Sicher ein außergewöhnlicher Abend, eine spannende Nacht bei uns in Zehdenick. Und wie von Zauberhand hüllt am nächsten Morgen wieder die gewohnte Havel-Stille das Schilf ein, wenn der Reiher sein Frühstück fängt und nur das leise Plätschern am Heck zu vernehmen ist …