Sicher & beruhigt in den Urlaub starten: Charterboot-Übergabe

So bleiben keine Fragen offen …

Nachdem wir Ihnen in unserem Blog bereits unsere toll gepflegten Luxus-Schiffe der Premium-Marke LINSSEN vorgestellt haben und auch die einen oder anderen Charter-Gäste bereits zu Wort gekommen sind, wollen wir uns im aktuellen Artikel einem ganz wichtigen Aspekt jedes Wasserurlaubs mit einem Charter-Schiff widmen: Nämlich der Boots-Übergabe. Ja, wir wissen es: Natürlich wollen Sie so schnell wie möglich ablegen und ins Grüne hinausfahren – aber zu Ihrer und der Sicherheit Ihres Vercharterers sollten Sie sich ein, zwei Stündchen Zeit nehmen, eine vernünftige Übergabe und Abnahme der Mietyacht zu machen. So, wie unsere Kunden …

Unser Schweizer Urlaubs-Skipper und dessen Familie freuen sich schon!

Diese sympathische Familie chartert zum dritten mal bei uns. Das ist insofern interessant, als dass sie den langen Anfahrtsweg aus der Schweiz (!) in Kauf nehmen. Und das mit zwei Kindern! So weit scheint sich also schon unser tolles Binnen-Revier der Brandenburgischen und Mecklenburgischen Seenplatte herumgesprochen zu haben! Und hier gleich das erste wichtige Learning: Auch wenn Sie ein versierter Hobby-Kapitän sind, schon oft Charteryachten ausgeliehen haben und sich eigentlich auskennen – nehmen Sie sich die Zeit, zusammen mit dem Vercharterer die Übergabe Punkt für Punkt konzentriert abzuarbeiten! Denn, wenn Sie einmal abgelegt haben, sind Sie unterwegs …

Übergabe eines Charterbootes – darauf sollten Sie achten

Eine Charter-Yacht wird Ihnen normalerweise voll aufgetankt (zumindest mit Kraftstoff, manchmal nicht mit Frischwasser!) übergeben. Wie bei einem Mietauto auch, ist die Yacht dann natürlich ebenso vollgetankt wieder abzugeben. Checken Sie also bei der Übergabe die Füllstände der Tanks und planen Sie spätestens am Rückgabetag das Auftanken ein. Achtung: Gerade in der Hochsaison ist bei den klassischen „Turnaround“-Tagen, also den Rückgabetagen der Boote am Freitag, Schlangestehen an den Bootstankstellen angesagt. Cleverer ist, wer antizyklisch tankt. Bei uns entweder den Tag vor der Abgabe bis 16.30 Uhr oder am Tag der Abgabe morgens um 8.00 Uhr. Das spart eine Menge Nerven und Zeit …

Wir erklären Ihnen das gesamte Boot - innen wie auch von außen!

Bestehen Sie darauf, dass Ihnen bei der Übergabe der Yacht alle technischen Funktionen erklärt und ggf. auch demonstriert werden: Gerade bei Yachten, die Sie noch nicht kennen oder bei Ausstattungsteilen, die Sie noch nie benutzt haben. Funktionsprüfungen aller Einrichtungen an Bord – vom Kabinen-Licht bis zur Nespresso-Maschine – sollten Standard sein. So klären Sie im Vorfeld Fragen, vermeiden eine Fehlbenutzung und beugen dummen Situationen vor. Denn wenn Sie erst mitten im Schleusenvorgang merken, dass die Sicherung vom Bugstrahlruder ausgefallen ist, wird es eng. Unsere Übergabe-Profis gehen immer nach einem festen Schema vor und nehmen sich vor allem für die betriebs- und sicherheitsrelevanten Dinge viel Zeit.

Ist da etwa ein Kratzer?

Vorschäden erkennen. Ein großes Thema. Denn leider gehen viele Mieter nicht unbedingt „zimperlich“ mit Charter-Yachten um. Zudem ist gerade beim führerscheinfreien Mieten nicht immer gesagt, ob die Miet-Crew auch in allen Situationen mit dem Boot immer souverän umgehen kann. Daher sind vor allem im Wasserlinien-Bereich, an Bug und Badeplattformen sowie in Steghöhe Beschädigungen nicht selten. Das kann dann ein kleiner Kratzer oder Lack-Abplatzer sein und bis zu Dellen oder sogar größeren Kollisionsschäden sein. Auch wenn wir unsere eigene LINSSEN-Flotte immer sehr genau durchprüfen und Schäden sofort ausbessern, kann man immer mal etwas übersehen. Es ist also in Ihrem eigenen Interesse, vor allem den Rumpf, aber auch Geräteträger (Achtung Brückenhöhen!), die Elektrik/Elektronik und die Holz-Teile im Innenraum auf Vorschäden zu untersuchen. Diese melden Sie einfach bei Übergabe – so sind Sie nachher sicher, dass man nicht Sie für die Beschädigungen Anderer zur Rechenschaft ziehen möchte.

Rundum sorglos: Welche Versicherungen sind sinnvoll?

Allerdings: Keine Panik! Unsere LINSSEN-Yachten sind zunächst einmal sehr starke und widerstandsfähige Stahl-Konstruktionen, denen auch ein „robuster“ Anleger erstmal nichts anhaben kann. Zudem ist jede LINSSEN mit einer dicken Wieling ausgestattet, die beide Rumpfseiten wirksam schützt. Wenn Sie auf genügen Fender beim Schleusen oder Anlegen achten, sind solche Beschädigungen äußerst selten. Und, ganz ehrlich: Eben weil wir unsere Flotte ausschließlich mit Premium-Yachten betreiben und uns nicht auf den Kampf mit Billig-Angeboten einlassen, sind unsere EastWest-Chartergäste zum übergroßen Teil erfahrene Skipper, die mit den Yachten so umgehen, als wären es ihre eigenen.

Auch wenn sich die Kleinen erstmal langweilen: Übergaben sind wichtig!

Dennoch raten wir Ihnen, ein Mindestmaß an Versicherungen abzuschließen, damit Ihr Charter-Urlaub im Falle eines Falles nicht zur (finanziellen) Katastrophe wird. Sehr empfehlenswert ist dabei die Kautions-Versicherung. Denn weil Charterboote meist eine recht hohe Selbstbeteiligung im Schadensfall haben, erstattet sie Ihnen die dann vom Vercharterer einbehaltene Kaution, wenn Sie das Boot beschädigen. Schrammen, Kratzer o.Ä. können immer passieren. Etwa, wenn eine plötzliche Bö beim Anlegen aufkommt. Eine weitere sinnvolle Absicherung kann die Skipper-Haftpflichtversicherung sein: Sie deckt Schäden ab, die Sie an anderen Booten oder Personen verursachen. Viele dieser Versicherungen greifen auch bei Fehlern, die Sie als Schiffsführer machen, also bei grober Fahrlässigkeit oder wenn die Bootshaftpflicht-Versicherung des Vercharterers die Leistung verweigert. Hiermit schützen Sie sich also vor den Forderungen Dritter. Wir empfehlen den Abschluss beider Versicherungen.

... wobei, so langweilig ist das nämlich gar nicht!

Wenn Sie komplett neu sind als Skipper oder mit Familienmitgliedern oder Gästen reisen, die eher „Landratten“ sind, dann könnte eine Insassen-Unfallversicherung sinnvoll sein. Mit dieser Police schützen Sie sich und Ihre Crew bei Unfällen an Bord, die zu Invalidität oder Tod führen. Kein schönes Thema, sicher, und auf den Flüssen, Seen und Kanälen sind schwere Unfälle gottseidank auch extrem selten. Aber wenn es auf die Ostsee geht (zum Beispiel nach Bornholm oder Schweden hoch), und/oder wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Gäste komplett neu auf dem Meer sind, kann das schon sinnvoll sein. Und last but not least wäre eine Reiserücktritts- / Charter-Rücktrittsversicherung angebracht, wenn Sie beispielsweise langfristig im voraus buchen (und dann die Frühbucher-Rabatte nutzen). Denn es kann immer etwas dazwischen kommen. Diese Versicherung ersetzt dann die Charterkosten, wenn Sie oder ein wichtiges Crewmitglied vor der Reise krank werden.

Hier lesen Sie mehr über Yacht-Versicherungen.

Skipper aufgepasst: Sicherheit geht immer vor!

So oder so: Wenden Sie sich in Versicherungsfragen am besten immer an Spezialversicherer (LINK), denn die wissen genau, was sie tun. Prüfen Sie unbedingt die Deckungssummen (!), vor allem bei der Kautions-Versicherung und – ganz wichtig – den Geltungsbereich. Auch hier gilt für unsere Binnen-Reviere eher Entwarnung, aber bei der Boots-Charter auf dem Meer kann es durchaus sein, dass bestimmte Regionen oder Reviere ausgenommen sind. Abgesehen von den „Papierversicherungen“ sollten Sie sich bei der Übergabe auch den handfesten Lebensversicherungen an Bord widmen: Rettungswesten, Signalmittel und Not-Ausstattung! Alle Charter-Boote müssen hierbei die Mindestanforderungen erfüllen, und Sie als Schiffsführer sind am Ende für die Sicherheit aller an Bord verantwortlich.

Wir nehmen uns für Ihre Fragen viel Zeit.

Checken Sie dabei bitte immer sehr genau die Anzahl der Rettungswesten. Prüfen Sie die CO2-Patronen, die Prüfplakette (Ist die Weste alle 2 Jahre gewartet? Wie beim Auto-TÜV) und legen Sie vor allem Ihren Kindern die Westen schonmal an: Stellen Sie die Gurte ein, sodass im Notfall bereits alles gut sitzt. Auch hier gilt: Keine Panik! Auf der Havel sind kaum Eisberge oder Wellen wie vor Kap Horn zu erwarten. Dennoch ist es gut zu wissen, wo die Rettungsmittel sind, wo die Notsignale und wo die Feuerlöscher angebracht wurden. Denn Achtung: Feuer ist bei weitem der Verlustgrund Nummer 1 für Boote in Deutschland! Nicht übertreiben, keine Panik verbreiten – sondern ruhig und gelassen wissen, wo was ist, damit Sie sich im Notfall auf das Wesentliche konzentrieren können.

Chartern bei EastWest: Luxusboote, auch führerscheinfrei

Auch wir bieten Yachten für Skipper an, die keinen SBF Binnen/See haben. Wir wollen auch keine Angst verbreiten oder Panik machen, denn natürlich kann man mit etwas Übung und Respekt ein Motorboot auch ohne seemännische Ausbildung fahren. Sicherer ist es aber, wenn Sie einen Sportbootführerschein besitzen: Vorfahrtsregeln, Beschilderung, Ausweichen, sicheres An- und Ablegen und ein bisschen Wetterkunde schaden nicht. Zudem sind manche unserer Yachten nur für Führerschein-Inhaber zu mieten, wodurch sich Ihnen nochmals ein Plus an Schiffsgröße oder bestimmter (Komfort-)Ausrüstung ergibt. Fragen Sie uns, wir finden in jedem Fall das zu Ihren Fähigkeiten und Wünschen gleichermaßen passende Boot!

Unsere Schweizer Familie ist nach etwa 2 Stunden intensiver Übergabe dann gleich in den Sommer-Urlaub auf der Havel gestartet. Wer es etwas langsamer angehen will, der kann bei uns die Annehmlichkeiten der 5-Sterne-Marina (LINK) nutzen, nochmal in Ruhe in den nahe gelegenen Supermärkten einkaufen oder einfach die leckere, authentische griechische Küche unseres Hafenrestaurants genießen. Das macht Sinn, denn wenn sich beim Ouzo noch die eine oder andere Detailfrage ergibt, sind wir direkt nebenan.

Wir wünschen Ihnen einen tollen, aufregenden aber sorgenfreien Charter-Urlaub – auf einer Traumyacht Ihrer Wahl! Gern bei uns an einem der drei Standorte von EastWest.

P.S. – haben Sie das kleine Detail bemerkt? Wir sind komplett rollstuhl- und altersgerecht ausgestattet, sodass auch eingeschränkte Gäste bei uns bequem Urlaub machen können. Hier lesen Sie mehr.