Mit SEANAPPS gehen Eigner auf Nummer sicher.
Was das digitale Onboard-System alles kann.
In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen „alten Hut“ vorstellen. Denn das, um was es hier gehen wird, ist bereits Anfang 2022 eingeführt worden und seit dem Standard. Zumindest bei allen Yachten und Booten, die aus dem Beneteau-Konzern kommen, somit also auch auf unseren DELPHIA-Yachten. Warum wir Ihnen hier heute „veraltete News“ bringen? Kaum jemand weiß davon, dass wir mit über 8.000 verbauten Einheiten die weltweit größte Flotte digital vernetzter Boote haben! Das System heißt SEANAPPS – und es ist faszinierend, welche Möglichkeiten die neue digitale Welt sowohl Ihnen wie auch uns bietet.
Doch keine Angst: Was SEANAPPS ganz sicher nicht ist, ist ein Überwachungs- oder sogar “Erziehungs-System”, wie man es aus den modernen Autos heraus kennt. Keine Sorge, Sie werden nicht dauernd angepiept oder mit anderen Dingen genervt! Wer SEANAPPS nicht möchte (später dazu mehr), der kann es einfach ausschalten. Doch wer sich mit den Vorzügen des vernetzten Bootfahrens ein wenig beschäftig, der wird erkennen, dass SEANAPPS nicht nur vieles einfacher und bequemer, sondern auch sicherer machen kann. Steigen wir also ein …
Der kleine Schwarze Kasten: Der SEANAPPS-Sentinel
Vielleicht haben Sie den kleinen schwarzen Kasten auch schon bemerkt. Bei DELPHIA und anderen Marken der Beneteau-Gruppe ist dieses, auch „Sentinel“ genannte, Gerät in der nähe der Navigations- und Steuerungs-Elektronik der Yacht verbaut. Es gehört seit Langem schon zur Standard-Ausstattung jeder DELPHIA. Der „Sentinel“ kommt ursprünglich aus dem Charter-Business. Er hat es den Flottenbetreibern erleichtert, den Überblick über anstehende Wartungen zu behalten, frühzeitig Fehler zu erkennen und die Boote zu tracken. Das war die Basis für SEANAPPS.
Das sind auch heute noch die drei großen Aufgabenfelder von SEANAPPS. Grundsätzlich haben sowohl die Werft und wir Händler, sowie auch Sie als Eigner Zugriff auf die SEANAPPS-Daten – entweder per App auf Ihrem Handy oder über die Website am heimischen PC. Bei uns im Büro loggen wir uns ein und können über eine Auswahl jedes einzelne Boot ansteuern. Sie daheim öffnen die App und sehen alle Sensordaten von SEANAPPS auf Ihrem Smartphone. Der „Sentinel“ ist an Bord Ihrer Yacht mit verschiedenen Sensoren verbunden. Das sind vor allem der Bilgen-Alarm, die Batterien, der Rauchmelder und – mit jedem Jahr mehr – weitere Systeme.
Weiterhin ist im Backend Ihre Yacht hinterlegt: Sozusagen mit “Startdatum“ und Fahrtdaten. Aus diesen kann das System dann die jeweilig fälligen Wartungen und Routine-Checks ermitteln. Sie und auch wir als Ihr Service-Betrieb können so Meldungen erhalten, wenn eine solche fällig wird. Es ist also im Prinzip unmöglich, einen Service für Ihr Boot zu vergessen. Anders herum können wir (beispielsweise bei Gebrauchtbooten) so eine lückenlose Service-Historie reproduzieren. Zwar bekommen Sie es noch, das gedruckte Wartungsbuch, aber das sagt Ihnen nicht Bescheid – und kann verlorengehen.
Lückenloser Service – digital gesteuert
SEANAPPS hilft also dabei, Ihre Yacht den empfohlenen, regelmäßigen Checks zu unterziehen und schafft damit die Sicherheit, immer auf dem neuesten Stand zu sein. Je nachdem, wie Sie als Eigner das bei uns wünschen, können wir Ihnen als Händler dann auch maßgeschneiderte Service-Angebote zukommen lassen: Dank SEANAPPS haben wir alle relevanten Daten, wie Motorstunden, Batterie-Status etc., zur Hand. Mit dem System können auch Sie – quasi von der Couch daheim aus – aktiv werden: Service akzeptieren, Termin machen und los geht´s!
By the way: Diese Daten laufen alle bei der Werft auf und werden – anonymisiert – genutzt, um anhand der Nutzung der Yachten Verbesserungen und Anpassungen vorzunehmen. Bereits jetzt hat Beneteau zum Beispiel die neueste Generation der Trawler-Yachten nicht nur ausschließlich mit den Designern, Konstrukteuren und Ingenieuren entwickelt: Basis der neuen Yachten waren die weltweiten Nutzungsdaten der echten Eigner. Was mega-interessant ist und für ganz neue Einblicke gesorgt hat: Wie schnell fahren Sie wirklich? Wie oft bewegen Sie Ihre Yacht? Wie lange sind Sie am Stück an Bord? All das hilft, die Yachten noch besser genau dafür zu entwickeln, wie Sie sie nutzen. Die nächsten DELPHIA-Generationen werden diese Daten ganz sicher auch beinhalten.
Maximale Sicherheit für Sie als Boots-Eigner
Zurück an Bord Ihrer Yacht. Wir haben die Sensoren angesprochen, die bei Ihrer Yacht standardmäßig verbaut sind. In jeder DELPHIA kommen mit Auslieferung neben dem „Sentinel“, der im Prinzip ein zentrales Steuerungs- und Sende-Modul ist (auf GSM-Basis), noch diese Sensoren mit: GPS-Tracker, Batterie-Überwachung, Bilgen-Sensor, Überwachung Landstrom, digitaler Betriebsstunden-Zähler und Tank-Füllstands-Sensoren. Hinzu kommen alle Stammdaten Ihrer Yacht und die komplette „Zukunft“ aller Wartungen, welche die Yacht bekommen sollte. Ziemlich komplett also.
Wie Sie auf dem Foto oben sehen können, sind mit den Sensoren nicht nur die Stati quo verbunden, sondern auch Alarme. Wenn beispielsweise die Bilge Ihres Bootes voll läuft, wird ein Alarm ausgegeben. Diesen erhalten Sie als SMS/Digitalmeldung auf Ihr Handy und wir sehen die Alarme (wie oben zu sehen) als Meldung im Dashboard unserer „Flotte“. Das gilt auch beispielsweise für die Tiefen-Entladung der Batterien, was im anstehenden Herbst und Winter wieder aktuell werden wird. Sollten Sie nicht reagieren, können wir Sie anrufen und sofort aktiv werden! SEANAPPS trägt also wesentlich zur Sicherheit Ihres Bootes bei, und das in Echtzeit!
Neben der Alarm-Funktion gibt es aber auch eine Überwachung: Sie können rückwirkend für die Sensoren in die Historie blicken: Ladezyklen überwachen oder auch per GPS-Tracking sehen, wo Ihr Schiff momentan ist – und wo es war. Das ist eine extrem wichtige Funktion! So ergibt sich die Möglichkeit, in der App einen sogenannten „Geo-Fence“ zu setzen, einen „GPS-Zaun“. Das kann eine Region unmittelbar rund um Ihren Liegeplatz sein: Bewegt sich das Boot vom Liegeplatz weg, haben Sie einen wirksamen Diebstahl-Alarm in Echtzeit! Sie können diese Region aber auch beliebig vergrößern: Verleihen Sie Ihre Yacht an Ihre Kinder oder Freunde, wollen aber nicht, dass bestimmte Bereiche verlassen oder erreicht werden? Mit dem Geo-Fence haben Sie die Sicherheit, zumindest sofort informiert zu werden.
Mit dem GPS-Tracking sind rückwirkend dann auch Kalkulationen möglich, wie gefahrene Kilometer, Verbräuche, Motorstunden und so weiter. Diese Daten speichert der SEANAPPS-Server (wie gesagt, anonymisiert) und stellt diese fortlaufend den Werft-Ingenieuren und Entwicklern zur Verfügung. Für Sie daheim ist die maximale Sicherheit gegeben – jederzeit sehen, wo Ihr Schiff ist und „wie es ihm geht“. Keine Sorge: Niemand wird Sie am Bildschirm „verfolgen“ oder „ausspionieren“ … denn sowohl SEANAPPS selbst wie auch unsere strenge deutsche DSGVO verbieten dies.
Sie entscheiden, was wir sehen!
Denn selbstverständlich können Sie uns und die Werft „ausschließen“. Bei der Übergabe der Yacht, wenn wir Sie in die technischen Einzelheiten des Bootes einweisen, werden wie Sie fragen, inwieweit Sie SEANAPPS für sich nutzen wollen. Manche entscheiden sich, das Boot komplett aus dem System zu nehmen, manche wollen die technischen Services, manche das volle Programm: Sie sind und bleiben natürlich Herr über Ihre Daten, ganz wie Sie das wünschen! Und nochmal: Keine Sorge, dass da ein „Big Brother“ nachschaut, wo Sie ins Schilf fahren oder wie oft Sie auf dem Boot sind. Uns geht es um die technischen Daten, die einwandfreie Funktion aller Systeme an Bord und die Sicherheit des Schiffes. Was Sie wo mit wem und wann wie lange machen, geht weiterhin niemanden etwas an.
Wie SEANAPPS funktioniert? Eigentlich überraschend einfach: Der „Sentinel“ ist im Prinzip ein kleines Handy. Verbaut im Kasten ist ein GSM-Sendemodul, das digital auf Mobilfunkfrequenzen funkt. Sobald der „Sentinel“ Handynetz bekommt, sendet er alle noch nicht übermittelten Daten an den zentralen Server. Das geschieht vollkommen ohne Ihr zutun – und funktioniert weltweit, in allen Handynetzen! Für Sie als Eigner ist nichts zu beachten. Sie nutzen Ihre Yacht und genießen die Zeit an Bord: SEANAPPS läuft vollkommen autonom und diskret im Hintergrund.
Bauen Sie Ihr SEANAPPS Sensoren-Netzwerk aus. Kinderleicht!
Neben den bereits im Standard enthaltenen Sensoren bietet SEANAPPS eine stetig wachsende Anzahl weiterer Sensoren an. So können Sie das System ganz nach Ihren Wünschen ausbauen – und das kinderleicht, denn die Sensoren sind einfache „Plug & Play“-Systeme. Schauen Sie einmal gern auf die SEANAPPS-Website. Dort finden Sie Diebstahlsensoren (auch für Dingies und Außenborder), vernetzte Bewegungsmelder, Feuermelder, Temperatur- und Luftfeuchte-Sensoren, Fühler speziell für Ihren Generator und viele mehr.
Das alles muss doch richtig teuer sein, werden Sie jetzt denken. Nun, da haben wir eine weitere Überraschung für Sie: Die Sensoren sind nämlich vergleichsweise preiswert. Sie kosten zwischen 70 und 260 Euro. Sehr gern beraten wir Sie und helfen Ihnen, nicht nur das passende und sinnvolle Setup zu definieren, sondern auch, die Sensoren für Sie an Bord einzubauen und ins System zu holen. Übrigens: SEANAPPS lässt sich mit dem Retrofit-Package auch jederzeit nachrüsten – und zwar auf jeder Yacht, gleich welchen Fabrikats oder Alters!
Was kostet SEANAPPS?
Lassen Sie uns noch etwas über die Kosten sprechen … denn natürlich ist das nicht alles kostenfrei! Das Basis-Setup ist im Basispreis der DELPHIA-Yachten bereits enthalten, ebenso wie das erste Jahr des Betriebes. Sicher können Sie sich vorstellen, dass das regelmäßige Senden von Datenpaketen über die Handynetze dieser Welt nicht umsonst sein kann. Wenn Sie nach dem ersten Jahr mit dem Service zufrieden sind, können Sie einfach in der SEANAPPS-App Ihre Kreditkarte hinterlegen und sozusagen das Abo für diesen Service verlängern. Ab dem zweiten Jahr kostet SEANAPPS dann 219 Euro inklusive Steuern.
Das sind also 18.25 Euro pro Monat – soviel wie für die GEZ, wenn man so will. Aber gegebenenfalls mit einem interessanten Programm … Was ist Ihnen die Sicherheit Ihrer Yacht wert? Was der Diebstahlschutz und die Überwachung vitaler Systeme? Das ist natürlich eine Frage, die sich jeder Eigner selbst beantworten muss. Vor allem für Eigner, die ihre Boote längere Zeit liegenlassen müssen, für Eigner, die Yachten im Charter-Management betreiben oder für Eigner, die weiter weg vom Heimatliegeplatz leben ist SEANAPPS interessant. Und für uns, als Ihr Service-Dienstleister, allemal!
Ein Argument mehr, für eine DELPHIA Motoryacht.
Sie überlegen sich, ein neues Motorboot anzuschaffen? Sie haben DELPHIA vielleicht bereits in der engeren Wahl? Dann könnte der SEANAPPS-Service genau den Ausschlag geben, sich für unser Fabrikat zu entscheiden: Sie als Eigner definieren Art und Umfang der digitalen Vernetzung Ihrer Yacht – und auch, was wir als Händler/Werft sehen dürfen. Nutzen Sie die Sicherheits-Features der Anwendung, planen Sie clever Wartungen und halten Sie Ihre Yacht auf einem technisch einwandfreien Niveau. Bequem, einfach, sicher.
SEANAPPS ist ein modernes, zeitgemäßes Tool, das DELPHIA Teil werden lässt der größten vernetzten Flotte der Welt. Ohne die nervigen „Erziehungsmaßnahmen“ der modernen Autos, versorgt Sie SEANAPPS mit relevanten Daten und trägt aktiv zur Sicherheit an Bord bei. Für Gebrauchtboot-Käufer ist die SEANAPPS-Historie eine wertvolle, nicht manipulierbare Quelle an Informationen, wie der Vor-Eigner mit der Yacht umgegangen ist. Transparenz für alle – Sicherheit und Einfachheit inklusive!
Dürfen wir Ihnen die Power von SEANAPPS live zeigen? Besuchen Sie uns an Bord unserer DELPHIA-Vorführyachten bei EastWest in Zehdenick und erfahren Sie alles rund um dieses System.