LINNSEN, Lack und Leidenschaft

Die Geschichte von Mathias Kalmutzke und EastWest

Nachdem die Story der außergewöhnlichen Männerfreundschaft von Dirk Fengler und Uwe Schorpp, die wir Ihnen vor einigen Wochen hier im EastWest-Blog präsentiert haben, so tolles Feedback von den Lesern nach sich gezogen hatte (Danke dafür nochmals!), möchten wir heute die EastWest-Geschichte weiter erzählen. Denn das Yacht-Zentrum und auch unser Hafenbetrieb wären nicht das, was sie heute sind, wenn nicht noch ein Dritter im Bunde mit Leidenschaft, Power und viel, viel Beharrlichkeit zum Erfolg beigetragen hätte: Mathias Kalmutzke.

Damals: Ein Jungverkäufer startet durch ...

Wenn Sie sich für den Kauf einer LINSSEN Motoryacht interessieren, dann dürfte sein Name kein unbekannter für Sie sein. Sie treffen Mathias auch auf den Events und Messen – seine Kompetenzen sind auch beim EastWest-Charterbetrieb gefragt. Ein Tausendsassa und mithin ein absoluter Glücksfall für unser Unternehmen! Dies ist die Geschichte, wie mit und durch Mathias unser EastWest erst so richtig zu EastWest geworden ist.

Mathias ist schon immer irgendwie auf dem Wasser …

Wann es bei ihm mit der Leidenschaft für unsere schöne Havel und den Wassersport an sich losging, kann er gar nicht so genau sagen: „Also ich war eigentlich schon immer begeisterter Angler. Schon als kleine Kinder haben wir aus den umliegenden Flüssen und Seen Fische gezogen – bis heute!“, sagt er. „Mit Booten ging es bei mir 1998 los, als ich den Sportbootführerschein gemacht habe. Seit dem haben mich Motorboote, das Fahren aber vor allem die Technik fasziniert.“ Mathias, damals ein junger Mann, schaut sich um auf dem Arbeitsmarkt. Er fängt bei einer Werft in der Nähe an. Fünf Jahre arbeitet er dort, erlernt das schöne Handwerk des Lackierers. Es macht ihm Spaß – mit Booten arbeiten, die Eigner, die Kollegen. Eine Branche, in der er sich von Anfang an wohlfühlt.

Richtig viel zu tun, in Mathias´ Lackierwerkstatt!

„Aber ich wollte ein bisschen mehr und fragte mich, ob ich das nicht auch selbst in Eigenregie machen könnte“, sagt er. 2008 gründet er dann zusammen mit einem Freund seine eigene Bootslackiererei – Grundstein und ganz wichtiger Bestandteil unserer heutigen EastWest! Sein Unternehmen, Bootsservice Oberhavel, floriert. Bis dann drei Jahre später der Compagnon ausscheidet. Jetzt als Einzelkämpfer weitermachen? Mathias hat sich und seinen Service mittlerweile in der Region und darüber hinaus gut am Markt platzieren können. Viele Eigner, Firmen und später auch Werftbetriebe schätzen die hohe handwerkliche Qualität und die Zusammenarbeit mit dem jungen Zehdenicker.

Lackierarbeiten an Yachten, die sogar LINSSEN aufhorchen lassen

Mathias´ Service reicht von leichtem Spot-Repair bis zu umfangreichen Refits: „Wir hatten da mit allen Bootstypen und Größen zu tun. Und weil wir die komplette Palette aller mit Bootslackierung zusammenhängenden Maßnahmen angeboten haben, wurden die Aufträge immer interessanter und komplexer. Vom fachmännischen Sandstrahlen, dem Lackieren von GfK-Yachten bis hin zu Stahl- und Alubooten. Einfach alles.“, erzählt er. Aber woher hat Mathias das handwerkliche Können und das notwendige Fachwissen?

Von Anfang an: Qualität, die sich durchsetzt

Mathias Kalmutzke ist zunächst gelernter Industriekaufmann. Später setzt mit dem Bootsbaumeister nach und bildet sich zudem zum staatlich zertifizierten Bootsgutachter weiter. „Von der Pike an“, könnte man also sagen. Was das Lackieren angeht, das hat er zunächst bei den Profis abgeguckt: „Das war in den ersten Jahren. Da war learning-by-doing angesagt und in meiner ersten Werft waren wirklich tolle Kollegen am Start, die mir alles beigebracht haben.“ Dabei sollte es natürlich nicht bleiben: Ausbildungs-Blöcke und Schulungen bei den Farbherstellern, wie bei International, Akzo-Nobel und anderen folgen ebenso, wie ein „Praktikum“ bei LINSSEN YACHTS in Holland. Und da wären wir schon bei der glücklichen Fügung: Dem Kennenlernen von Mathias und Dirk Fengler.

Die Arbeit des jungen Unternehmers findet auch in der Yachtpresse Anklang

„EastWest gab es noch nicht, als ich Dirk kennenlernte.“, erzählt Mathias. „Dirk kenne ich seit 2007. Damals hatte er den Nachbarhafen in Zehdenick, da war unser EastWest-Areal noch Industriebrache.“ Wenn an den Yachten in Dirks Hafen Schäden zu reparieren waren, dann bekam oftmals Mathias den Auftrag. Dirk betrieb damals schon eine kleine Charterflotte – Vorläufer unserer EastWest-Flotte. Und er war LINSSEN-Händler. „Wir haben uns gut verstanden und uns angefreundet“, sagt Mathias. Gemeinsames Angeln und Sport lassen eine Freundschaft entstehen. So kommt Mathias als Service-Betrieb für Dirk immer mehr mit den Motor-Yachten von LINSSEN in Berührung.

Schleusen, An- und Ablegen & Co

Mathias erzählt, dass in den frühen Jahren eher 90% Glasfieber-Boote zu ihm in die Lackiererei kamen. Erst, als er sich bei den Reparaturen von Dirks LINSSEN-Booten bewiesen hatte, wuchsen die Aufträge aus dieser Richtung: „Bis ich dann schließlich eingeladen wurde, einfach mal zwei Wochen direkt in Holland im Werftbetrieb bei der LINSSEN-Lackierwerkstatt mitzuarbeiten. Das war dann schon ein Höhepunkt!“ LINSSEN-Boote, das gibt Mathias zu, haben ihm schon mehr gefallen, als die anderen: „Die sind halt einfach schick, klassisch und elegant. Die Bausubstanz einer solchen Yacht ist qualitativ so hochwertig, wie man das woanders eher selten sieht.“ Aus der Präferenz wird eine Leidenschaft.

Einstieg in den Yachtverkauf

Es war dann irgendwann um das Jahr 2020 herum, dass eines Abends Dirk Fengler bei Mathias anruft, man „müsse mal in Ruhe reden“, sagt er. Sie gehen mit ihren Familien essen, es ist eine lockere Stimmung. Dirk erzählt ihm, dass sein Verkäufer gekündigt hätte und er nun dringend einen neuen Mitarbeiter im Yachtverkauf benötige. Und Dirk weiß, dass Mathias von Berufswegen her eigentlich Kaufmann ist. „Dann fragt er mich direkt: Wäre das nicht etwas für Dich? Du kennst die Yachten in- und auswendig, Du hast den Hintergrund eines Händlers und Du liebst diese Boote! Und, naja, recht hatte er, aber was mache ich mit meinem eigenen Unternehmen?“ Mathias schlägt einen Kompromiss vor …

Es geht los, mit EastWest ...

„Ich habe Dirk angeboten, mich nebenbei, also irgendwie vormittags, um den Verkauf zu kümmern. Denn die Lackiererei wollte ich nicht aufgeben. Außerdem wusste ich ja noch nicht, ob und wie gut es laufen würde.“ Dirk willigt ein. Da gibt es EastWest schon: Beide fahren zu Uwe nach Köln, denn der muss auch seinen Segen dazugeben. „Ich habe nochmals eine Nacht drüber geschlafen – und dann ging es am nächsten Tag gleich los!“ Dirk und Mathias fahren weiter zu LINSSEN in die Werft – dort ist das traditionelle „Season Opening“. Er wird diesmal nicht als Lackierer vorgestellt, sondern als neuer Yacht-Berater für das EastWest Yacht-Zentrum, als Boots-Verkäufer. Die Linssen-Familie überreicht ihm feierlich das Hemd mit dem Logo – und man schaut etwas skeptisch …

Kann immer mal passieren, auch Ihren Gästen ...

„Das kann ich ihnen auch nicht verübeln“, meint Mathias und lächelt: „Immerhin kannten die mich nur als Lackierer. Und der soll nun Boote verkaufen? Da wäre ich auch erstmal stutzig gewesen.“ Wie gut das tatsächlich läuft, beweist Mathias schon im ersten Jahr: EastWest wird zum wichtigen Standbein der holländischen Werft auf dem deutschen Markt, die Anzahl der LINSSEN-Eigner steigt bestätig. Auch durch die Gründung der eigenen Charterflotte, denn die Miet-Boote gehören ja auch einem Privat-Eigner, einem Charter-Investor, von denen Mathias so einige vom Modell bei EastWest überzeugen kann.

Volle Fahrt für EastWest!

Es läuft, sehr gut. „Zu gut fast!“, meint Mathias, „Denn so sehr es auch Spaß macht, mit Menschen zu sprechen, sie zu beraten und ihre Träume von einer Traumyacht zu erfüllen – ich hatte „nebenbei“ ja noch meine Lackiererei. Und da lief es auch ganz gut!“ Aber zerteilen, das geht nicht, weiß er: Denn wie bei vielen Selbständigen, ist die viele zeit, die er verwenden muss im Job auch im Hause Kalmutzke daheim Thema. „Auf vielen Fotos kann man meine Frau sehen, manchmal auch meine Tochter“, erklärt Mathias: „Ohne deren Unterstützung, ihren Zuspruch und Mut könnte ich das alles nicht.“ Vor allem nicht auf zwei Hochzeiten tanzen. Mathias´ Idee wiederum ist ein weiterer Glücksfall für EastWest und würde sein Zeitproblem mit einem Schlag lösen. Oder sagen wir, entspannen …

Es geht nicht ohne den Rückhalt von Partner und Familie!

2023 wird die Lackierkompetenz mit einer eigenen, modern ausgestatteten Lackierwerkstatt in den EastWest-Hafenbetrieb integriert. So kann nicht nur Mathias´ Baby weiterleben, sondern auch seine Mitarbeiter weiter in Lohn und Brot bleiben. Mittlerweile ist die EastWest Lackiererei über die Landesgrenzen Brandenburgs hinweg als Meisterbetrieb bekannt und hoch geschätzt. „Wir lackieren viele Yachten, natürlich am liebsten LINSSEN, die von weither hierher zu uns kommen, weil wir eine Top-Arbeit abliefern!“, erzählt er – zurecht stolz. Da die Werkstatt nun Teil der Drei-Marken-Strategie ist, kann sich Mathias voll und ganz auf den Yachtverkauf und den Ausbau der Geschäftsfelder konzentrieren.

Besuch von YouTube-Influencern

„Mein Job als Yacht-Berater und Bootsverkäufer macht mir unheimlich Spaß! Er ist aber extrem zeitaufwendig. Es gibt viele Reisen, Messen und fast kaum ein echt freies Wochenende.“, erzählt er. „Wie gesagt, das ist so im Yachthandel und ich habe kein Problem damit, aber ohne meine Familie und den Rückhalt, wäre das so nicht möglich.“ Es ist der freie Kopf, den ihm seine Familie ermöglicht, aber auch das uneingeschränkte Vertrauen der Firmengründer und Inhaber, Uwe und Dirk. EastWest scheint einen Nerv getroffen zu haben. Der Bootsverkauf läuft – auch entgegen des Nach-Corona-Trends, der Preis-Explosion bei Booten und der allgemeinen Kaufzurückhaltung wegen allerlei gesellschaftlicher und politischer Tumulte in Deutschland und der Welt – beständig und erfolgreich. Die Firma wächst, und so auch die Anzahl der Eigner am Steg. Die EastWest Charterflotte ist gut ausgelastet – immerhin an mittlerweile drei (!) Standorten. Und die Werft? Immer belegt, die Gewerke sind gut ausgelastet. Es scheint sich also gelohnt zu haben.

Quo vadis, EastWest?

Anfang 2025, letztes Jahr als, wird Mathias von den beiden Gründern und Inhabern zum Gesellschafter des Yacht-Zentrums in die oberste Führungsebene von EastWest geholt. Es ist klar, dass die Beiden langfristig planen, in einigen Jahren das Feld einer neuen Generation von Firmenlenkern zu überlassen. „Das war eine schöne Geste und Vertrauensbeweis für mich“, sagt er: „Und ist natürlich auch Ansporn. Ich habe schon immer „meine“ Firmen, für die ich arbeite, als „meine“ Firmen angesehen. Dass sie nun wirklich irgendwie „meine“ ist, bringt viel Verantwortung mit sich, aber zugleich auch jede Menge Stolz.“ Verdient, denn ohne Mathias wäre EastWest heute sicher nicht, was es ist.

The next Generation? Mathias mit seiner Tochter bei LINSSEN

Wo er hin will mit dem EastWest Yacht-Zentrum, fragen wir ihn. Er muss nicht lange überlegen. „Also, ich plane definitiv, bei und mit der Firma alt zu werden!“, sagt er und grinst: „Wenigstens so, wie Dirk und Uwe das jetzt tun. Ich freue mich darauf, irgendwann die Firma weiterzuführen. Und da soll sie natürlich wachsen und gedeihen. Wir haben noch viele, viele Ideen!“ Der Ausbau des Hafengeländes, einen noch besseren Charter-Service und die Kompetenzen der Werft aus technischer Sicht sind das eine. Mit der Übernahme des Händlervertrages der Marke DELPHIA begibt sich EastWest seit 2025 auch in den Bereich des Großserien-Marktes, bleibt aber der Idee treu, im heimatlichen, havelländische Revier nur passende Verdränger-Boote anzubieten.

Besuchen Sie uns - lernen Sie Mathias & Team kennen!

„Wir wollen nichts weniger, als der beste 360-Grad-Anbieter für Motoryachten in der Region werden“, meint Mathias: „Wir wollen weiterhin die erste Adresse für LINSSEN-Yachten sein, wollen unsere Eigner- und Charterflotte mit den Yachten von DELPHIA ergänzen und zum Hotspot für Erholung und Wassersport zwischen Berlin und der Ostsee werden.“ Für dieses Jahr werden die ersten Elektro-Schnelllade-Anschlüsse für E-Yachten installiert, der Showroom wird ausgebaut … es gibt viel zu tun.

Wir bedanken uns bei Mathias Kalmutzke, dass er uns an seiner spannenden Geschichte teilhaben lässt. Sie passt einfach perfekt zu dem, was EastWest ausmacht. Denn es sind immer die Menschen, ihre Visionen, ihre Energie und ihre Beharrlichkeit, die Neues schaffen und Erfolge generieren. Sie sind herzlich eingeladen sich bei uns vor Ort in Zehdenick selbst ein Bild zu machen: Entdecken Sie unseren modernen 5-Sterne-Hafen, mieten Sie sich eine top-gepflegte Traumyacht oder starten Sie Ihre Reise zur eigenen Motoryacht mit einer Bootsberatung … von Mathias. Wir freuen uns auf Sie!