Ein Tag bei EastWest in Zehdenick

So spannend ist es hier bei uns im Prerauer Stich!

Viele unserer Besucher, vor allem die, die unseren EastWest-Hafen zum ersten Mal sehen, zeigen sich oft erstaunt darüber, was wir hier alles auf die Füße stellen, damit Sie einen tollen, unbeschwerten Urlaub an Bord Ihrer eigenen oder einer unserer gecharterten Yachten haben. Wir nehmen Sie heute einmal mit, zusammen mit unserem EastWest-Team einen ganz normalen Tag bei EastWest in Zehdenick zu verbringen.

Langsam füllt sich unser Hafen

Schnuppern Sie einmal herein, schauen Sie in alle Ecken (auch in die, die normalerweise aus Sicherheits- und Arbeitsschutz-Gründen nicht für Gäste zugänglich sind) und gewinnen Sie ein komplettes Bild vom spannenden Alltag in unserer Marina, dem Werftbetrieb mit all seinen Werkstätten und natürlich von den Menschen, die hier für Sie fast 7 Tage in der Woche am Start sind. Herzlich willkommen bei EastWest in Zehdenick!

09:00 Uhr – Bereit, Yachtkauf-Interessenten zu empfangen

Mathias Kalmutzke war heute mal Frühaufsteher. Daher ist unser schwimmendes Verkaufsbüro schon länger geöffnet: Die schicken Fahnen unserer beiden Yachtmarken DELPHIA und LINSSEN YACHTS sind schon aufgestellt und wehen im Frühlingswind, frischer Kaffee duftet von drinnen, ebenso, wie die Magnolien und Kirschen draußen im kleinen Park des Hafens für eine tolle Morgenluft sorgen. Mathias sitzt am Rechner: Welche Termine stehen heute an?

Das Hausboot mit dem Verkaufsbüro öffnet für Sie

Als Verkaufsleiter ist Mathias nicht nur für die Koordination der Termine für Interessenten an einer neu gebauten Motoryacht zuständig, sondern auch für den Verkauf unserer Gebraucht-Angebote, das komplette Charter-Management-Programm unserer Eigner und die Organisation von Events oder Messen. Wenig später kündet ein seichtes Schwanken des schwimmenden Verkaufsbüros von der Ankunft von Sebastian Maaß: Unser DELPHIA-Fachmann ist da. Nach dem traditionellen Morgen-Kaffee und einer kleinen Tagesbesprechung geht es für Beide daran, Ihre Emails zu beantworten, Angebote zu schreiben, Konfigurationen durchzurechnen oder mit den Werften Ihre Bauprojekte zu besprechen.

Die Vorführ-DELPHIA wird klargemacht

Draußen checkt Sebastian die Vorführyachten: Für heute sind noch zwei Termine angesagt. Ein Interessent möchte sich ein Bild von der Ausbau-Qualität und dem Platz an Bord einer DELPHIA machen, ein anderes Pärchen interessiert sich für eine LINSSEN. Sebastian nutzt diese Gelegenheit, unsere Vorführ-Yachten am Steg sowie die an Land und im Showroom zu kontrollieren: Ist alles sauber? Ist die Deko in Ordnung? Lampen an, Fenster auf und die Kisse im Salon nochmals präpariert: Immerhin sollen Sie sich wohlfühlen, wenn Sie zum ersten Mal an Bord kommen!

09:35 Uhr – Yacht-Tetris im Hafenbüro

Während bei unseren Kollegen des EastWest Yachtzentrums schon Hochbetrieb herrscht, startet Melissa Fengler nur wenige Meter entfernt an Land in den Tag. Das Hafenbüro ist zwar schon lange geöffnet, jetzt am Anfang der Motorboot-Saison ist aber eher wenig Betrieb. „Das wird sich im Sommer aber ändern!“, weiß sie. Dann sind meist schon die einen oder anderen Fest- und Gastlieger direkt morgens am Tresen: Es gibt hier immer etwas zu tun!

Immer offen für einen Schnack: Das Hafenbüro

Melissa macht sich am großen Hafenplan, der im Büro alles dominierend an der Wand hängt, ein Bild davon, was sie und ihr Team heute erwarten wird: Noch ist Einkran-Saison und es warten Dutzende Yachten darauf, aus dem großen Winterlager endlich ins Wasser zu kommen: Das zu koordinieren hat es in sich! „Wir wollen die Wünsche unserer Kunden berücksichtigen, die oftmals sofort mit dem ersten Sonnenstrahl eingekrant werden wollen“, sagt sie und lächelt: „Allerdings haben wir auch unsere große Charter-Flotte hier im Winterlager. Und da müssen wir je nach Buchungslage flexibel sein.“ Noch, so versichert sie uns, ist aber jeder immer pünktlich an Bord seines Bootes gekommen: „Keine Sorge, wir machen das!“

Melissa Fengler hat den Überblick

Schon im Herbst und spätestens im Winter buchen viele ihre Wasser-Urlaube mit Charteryachten für die kommende Saison: Angeheizt durch die Sonderangebote von Messen wie der BOOT Düsseldorf oder Frühlings-Aktionen, trudeln jetzt verstärkt Charter-Wochen über das Buchungs-System ein. Manche Boote sind jetzt schon ausgebucht, manche Yachten brauchen noch einen „Stubbser“. Dennoch, fast alles läuft automatisiert, aber Melissa checkt vorsichtshalber alles doppelt und muss sich dann eng mit der Technik abstimmen, wenn Krantermine getauscht oder verschoben werden müssen.

Hängt hier auf bald Ihr Bootsschlüsel?

An einem großen Schlüsselbrett hängen die Zweitschlüssel der Saison-Lieger. Fast alle Eigner lassen einen Schlüssel zu ihrem Boot im Hafenbüro sicher einschließen. „Es kann immer mal was mit den Booten sein.“, weiß Sie, „Wie beispielsweise tiefenentladene Batterien oder andere Dinge. Dann ist es gut, wenn wir nach Rücksprache mit den Eignern sofort ins Boot gehen können!“ Viele Kunden wohnen durchaus einige Autostunden vom schönen Zehdenicker Havel-Revier entfernt, da macht das durchaus Sinn. „Und dann bekommen wir immer wieder Aufträge für Frühlings-Refits oder andere Werft-Leistungen“, erklärt sie.

Wir haben (fast) alles

Ding-dong, macht es an der Tür: Einer unserer Gastlieger steht am Verkaufstresen, er sucht nach Motor-Öl und einem GfK-Reiniger. Der Hafenshop bei EastWest kann sich zwar nicht mit dem Angebot eines voll ausgestatteten Yacht-Ausrüsters messen, wir versuchen, das Sortiment mindestens mit den „Top-Produkten“ für Bootsbesitzer aktuell und vollständig zu halten: Vom Impeller bis zu Damen-Binden, vom Teak-Reiniger bis zur Positions-Laterne. „Und wenn wir etwas nicht haben, können wir es für unsere Eigner bestellen, das ist dann meist am nächsten Tag schon da!“, sagt Melissa.

10:30 Uhr – Eine neue LINSSEN wird aus Holland angeliefert

Dann klingelt das Telefon: Drüben am Kranplatz ist ein Schwerlast-LKW vorgefahren. Früher als gedacht, die nagelneue LINSSEN Grand Sturdy war eigentlich für Mittag angekündigt. „Schickt den Fahrer und den BF-3 Begleitmann erstmal rüber auf einen Kaffee“, meint Melissa – so viel Zeit muss sein! Sie nutzt die Zeit, um die Fracht- und Lieferpapiere zu checken und den Plan für die Kran-Crew upzudaten. Denn selbstverständlich muss die neue Yacht sofort vom Truck, damit die Fahrer wieder auf die Straße kommen.

Lieferung aus Holland

Wenig später ist der Tagesplan umgestellt und unsere Kran-Crew hat das neue Boot in die Gurte gelegt. Unser „KUSSI 2“, wie der Kran liebevoll vom Team getauft wurde, ist einer der größten in der Umgebung. Wir können hier Yachten aller Art bis 35 Tonnen Gewicht und knapp 55 Fuß Länge bewegen. Das nutzen nicht nur wir selbst, sondern viele Externe: Hausboote, Flöße … alles, was irgendwie bullig und schwer ist und schwimmen kann, wird souverän von „KUSSI 2“ ins Wasser gehoben.

Die neue LINSSEN kommt vom LKW

Nur wenige Minuten später steigt die neue LINSSEN langsam vom Schwerlast-Trailer des LKW empor, schwingt herüber und wird auf einen Transportbock von EastWest gesetzt. Melissa läuft schnell aus dem Büro hinüber zum Kranplatz und schießt ein paar Fotos mit dem Handy: „Die sende ich jetzt schnell per Whatsapp an die Kunden, die freuen sich sicher riesig, dass ihr Boot da ist!“ Nur eine knappe Stunde nach Ankunft rollt der LKW vom Hof, gen Holland, und unsere nagelneue Yacht in die Halle, wo sie nun in den kommenden Tagen für die Eigner fertig zur Übergabe kommissioniert wird.

13:00 Uhr – Endlich Mittagspause für die Kran-Crew!

Bis zum Mittag heißt es nun: Vollgas!, für unsere Leute am Kran. Es ist ein eingespieltes Ballett, ein festes System von Abläufen, die in sich einfach, aber doch auch komplex sind. Denn bevor eine Yacht ins Wasser gekrant werden kann, muss sichergestellt sein, dass sie auch schwimmt. „Wir haben da schon so manches erlebt …“, lächeln die Kollegen. Also kontrollieren wir lieber sicherheitshalber alle Ventile und Bordverschlüsse, die Maschine und das Elektrik-System, bevor es losgeht. Denn zum Liegeplatz muss das Boot ja später selbst fahren können.

Eine nach der anderen geht ins Wasser ...

Dank unseres cleveren Transportbock-Systems geht das Aufladen und Verholen der Boote zum Kranplatz relativ schnell. Jede Yacht steht auf einem speziellen Lagerbock, der mittels kräftiger Hydraulik von einem Transportwagen angehoben werden kann. Dieser Wagen ist extraflach, sodass er nur unter die Böcke bugsiert werden muss. Dafür braucht es freilich Top-Fahrer, denn vor allem wenn das Winterlager noch voll ist, gibt es oftmals nur weniger Zentimeter Platz zum Rangieren.

Hier kann es mitunter auch ganz schön voll werden ...

Sobald die Yacht dann im Kranbecken schwimmt, können wir sie am langen Steg nach hinten verholen: Meist sind noch einige Arbeiten an Bord auszuführen oder die Eigner noch nicht da. Wir binden die Yacht dann sicher an, bis sie vom Eigner abgeholt wird – oder wir fahren sie gleich selbst einmal um die Ecke, denn dort liegen viele Winterlager-Kunden während der Saison. Pro Tag schafft unsere Kran-Crew etwa ein Dutzend Yacht-Bewegungen. „Wenn es sein muss, auch mehr!“, sagen sie stolz. Dann aber auch immer mit genug Verschnaufpause dazwischen, denn eines ist klar: Hier am Kran muss alles wie am Schnürchen laufen, wenn da 15 Tonnen Luxus-Yacht in den Gurten hängen! Ihr habt Euch Eure Pause wohlverdient!

14:15 Uhr – Die neuen Vorführyachten werden für Sie schick gemacht

Ganz „nebenbei“ stellen die Jungs von unserer Werft auch noch zwei LINSSEN-Yachten auf das Außen-Display direkt am Eingang zum Hafen. „Es ist ein super Platz, ähnlich wie beim Autohaus“, meint Mathias Kalmutzke: „Sehr aufmerksamkeitsstark.“ Hier präsentieren wir unseren Gästen unsere schicksten oder neuesten Vorführer – neue Yachten, versteht sich. Wir sind sehr stolz, schon so lange und so erfolgreich Partner der Premium-Marke LINSSEN zu sein.

Mathias Kalmutzke freut sich auf Sie!

Wenn man so exponiert ein Neuboot präsentiert, muss das aber auch schon etwas besonderes sein. Mathias hat sich dazu entschieden, diesmal unter anderem eine Grand Sturdy 35.0 zu zeigen. „Sie ist nagelneu, hat nur 1.5 Motorstunden vom Test in der Werft … und sie ist buchstäblich die Letzt ihrer Art!“, sagt er und schaut auf das Boot. Mit dem Start der .1-Serie ist LINSSEN ab Ende 2025 ein bisschen moderner geworden. Vor allem, was den Innenausbau angeht, meint Mathias. „Wir haben uns damals eine der letzten neugebauten .0-Yachten gesichert, denn ich glaube, dass es sicher noch den einen oder anderen Interessenten da draußen gibt, der sich über die .0-Serie freut!“

Schick, oder?

Die ersten Besichtigungstermine stehen schon für diese Woche an, weshalb das Boot vor allem innen richtig glänzen muss. „Neue Yachten haben ja so ein ganz besonderes Flair“, weiß Mathias, „aber trotzdem versuchen wir, das Boot auch ein wenig herzurichten.“ Dazu gehört, dass mindestens im Salon die Schutzfolie für die Präsentation entfernt wird und ein wenig Deko an Bord kommt: Ein paar Kissen hier, Utensilien in der Pantry und ein, zwei Bücher. „Das lockert die Atmosphäre auf und hilft den Interessenten, sich an Bord wiederzufinden.“

Die letzte .0-Grand Sturdy. Wir haben sie.

„Unsere Kunden fragen sich ja, ob sie sich selbst an Bord sehen können: Im Urlaub, im Lebensabend, mit den Partnern oder den Kindern.“, erklärt Mathias. Wenn dann alles noch so steril verpackt ist, fällt das oft schwer. Wenn Sie dann für einen Besichtigungstermin an Bord kommen, können Sie sich bei EastWest also sicher sein, dass die Kabinen schick und aufgeräumt sind, dass alle Lichter angeschaltet wurden und es angenehm duftet – das Auge kauft immer mit!

14:45 Uhr – Früher als erwartet: Ein Partner-Betrieb für einen Spezialfall kommt an

„Na heute sind die aber alle motiviert!“, freut sich unser technischer Leiter, als der Transporter einer benachbarten Elektrik-Firma auf den Parkplatz rollt. Auch wenn wir bei EastWest alle Gewerke rund um Ihre Yacht abdecken, gibt es manchmal Aufträge von Kunden, die wir lieber an Spezialisten vergeben: Dank unserer guten regionalen Vernetzung, wissen wir sehr genau, wen wir anrufen müssen.

Techniker an Bord

„Natürlich versuchen wir alles Know-how rund um die Boote mit den eigenen Mitarbeitern abzudecken“, sagt er, „bei Spezial-Jobs oder auch zu den Stoßzeiten, wenn wir mit unseren Mitarbeitern an die Grenzen stoßen oder einfach diejenigen Kollegen im Urlaub sind, dann ist es schon ganz gut, Firmen und Dienstleister im Speicher zu haben, denen wir blind vertrauen können!“ So, wie bei diesem Job: Für eine gebrauchte Bavaria, die wir für einen LINSSEN-Kunden vermakeln, hat sich der Käufer für die Nachrüstung eines ganz speziellen Inverters entschieden. „Keine Rocket Science, aber doch ein Job, den wir lieber abgeben!“

Weiß, was er tut: Bord-Elektriker im Einsatz

Denn Elektriker, die am 230 V-Spannungsnetz einer Yacht arbeiten, müssen in Deutschland strengere Auflagen erfüllen, was den Stand der Ausbildung angeht (mindestens Geselle, bei Selbständigen der Meister) und auch die Qualität und Ausführung der Arbeiten (Sicherheitsauflagen, VDE-Konformität u.A.). „Mit dem Hochvoltnetz an Bord ist nicht zu spaßen, das ist schon ein deutlicher Unterschied zum normalen 12 oder 24 Volt-Netz!“ Das raten wir auch unseren allzu enthusiastischen Bastler-Kunden in der Marina.

Ob selbst oder mit Partnern: Es muss tip-top werden!

Der Einbau des Inverters in den engen und dunklen Eingeweiden der Bavaria dauert einige Stunden. Das Gerät muss schocksicher, trocken und gut belüftet eingebaut werden. Bei der Verkabelung sind bestimmte Dinge zu beachten, ebenso, beim Anschluss an die Batterien und das 230 V-Bordnetz. Bei modernen Yachten steht dann noch die Programmierung des bordeigenen BUS-Systems an, Apps müssen installiert werden, Updates gezogen und die Geräte programmiert werden: „Das sollen am besten ausgewiesene Experten machen!“

15:55 Uhr – Ein ganz besondere „Operation“ glückt

Apropos „Spezialfall“: Davon steht oben an Land noch so einer. Der Eigner dieser schicken LINSSEN hat ein unterschwelliges „Brummen“ und leichte Vibrationen bei hohen Fahrtstufen bemerkt. Da nach dem Betauchen die Schraube keine Beschädigungen aufgewiesen hat, konnte es also nur etwas Internes sein. Ein Check hat ergeben, dass bei dieser Yacht die Welle einen kleinen „Knacks“ hatte und durch die Unwucht mittlerweile die Stopfbuchse angegriffen war. „Nichts akut Schlimmes, aber sicher etwas, das repariert werden muss!“

Das machen wir am besten im Freien

Kein Problem für unsere Crew! Wir kranen die Yacht auf einen Transportbock und bringen Sie an Land. Zwei Techniker müssen nun innen im Bauch des Bootes die Welle vom Getriebe lösen. Draußen, unter dem Schiff, wartet ein weiterer Techniker auf Anweisungen. Es ist eine Routine-Operation, aber durchaus nicht unkomplex. „Wellengetriebene Yachten, wie die LINSSEN, sind eigentlich viel weniger anfällig für Schäden und auch Verschleiß, als Saildrive-Boote“, weiß unser Techniker. „Aber manchmal geht eben auch hier etwas kaputt. Wer weiß, wie das passiert ist …?“

Vorsichtig wird die Welle entfernt

Vorsichtig wird die Welle von innen und außen bewegt. Zentimeter um Zentimeter ziehen und schieben unsere Techniker das Bauteil aus dem Wellentunnel. Später, beim genauen Untersuchen der Welle, wird sich herausstellen, dass nicht die Welle das Problem war – gottseidank! – sondern ganz einfach die Plastik-Röhre, in welcher die Welle läuft, verschlissen war. Immerhin ist diese Yacht, auch wenn sie nicht so aussieht, schon über 10 Jahre alt. „Und Verschleißteile sind nun mal dazu da, zu verschleißen, oder?“, sagt Einer. Recht hat er!

Schraube und Welle sind unbeschädigt

Nachdem die Welle entfernt ist, kümmern sich unsere Techniker um die Wellenstopfbuchse, die bei diesem Modell eine moderne, wassergeschmierte Version ist. „Früher musste man als Eigner noch mit einer Fettpresse von Zeit zu Zeit die Buchsen schmieren. Diese Zeiten sind für moderne Boote aber längst vorbei!“, erklärt er. Die neuen Bauteile sind am Lager, sodass noch heute der Zusammenbau erfolgen kann, damit der Eigner möglichst wenig Wartezeit hat.

Frisch gefettet

Bevor unsere Techniker alles wieder zusammenbauen, werden alle Teile sorgfältig gereinigt, komplett entfettet und wieder mit frischen Gleitstoffen versehen. Die Stopfbuchse ist ebenfalls komplett überholt worden, die Gleitröhre sitzt an Ort und Stelle. Es duftet nach frischem Schmierfett, ein Geruch, den man hier gerne in der Nase hat. Ein Dreiviertelstündchen noch, versichert man uns, dann schwimmt sie wieder!

16:00 Uhr – Trubel am Charter-Steg

Vier Uhr nachmittags: Das ist für unsere Charter-Skipper eine wichtige Zeit, wenn es um die Rückgabe der Yachten geht. Zwar hätte man noch bis 18 Uhr Zeit, aber die meisten Kunden geben die Boote irgendwie gern um vier zurück. Immerhin hat man nach einem so schönen Urlaub auf dem Wasser oft noch eine längere Abreise nach Hause vor sich. Umso besser für uns: So können wir die Yachten nach Rückgabe eher abnehmen, kontrollieren, reinigen und für die nächsten Buchungsgäste feinmachen!

Die Charter-Saison geht los

EastWest betreibt eine Charterflotte von knapp 40 Yachten. „Alles sind LINSSEN, also sehr hochwertige, luxuriöse Boote!“, versichert Melissa Fengler am Steg. „Die Boote gehören ausnahmslos Eignern, die im Charter-Management bei uns laufen.“ Das ist ein System, bei dem man als Bootseigner „sein“ Boot in die vertrauenswürdigen Hände eines Flottenbetreibers legt, damit dieser die Yacht vermietet. So „erarbeitet“ sich das Boot im Laufe der Zeit einen Großteil seines Kaufpreises selbst. Die Eigner profitieren aber nicht nur davon, sondern auch von einer top-gepflegten Yacht: Denn Eigner-Wochen auf der eigenen Yacht gehören zum Charter-Management natürlich dazu!

Es wird noch viel, viel voller hier!

Melissa schaut bei den Yachten ganz genau hin: Denn etwaige Schäden, selbst kleine Kratzer, müssen sofort ausgebessert werden. „Wir sind keine Billig-Vercharterer, die mit Bestpreis-Angeboten die Jungesellen-Abschiede anlocken wollen! Wir verstehen uns als Premium-Anbieter von Premium-Yachten. Jemand, der eine LINSSEN chartert, darf zurecht nichts weniger als eine makellose Yacht erwarten!“, meint Melissa. Sowohl Eigner wie auch Gäste bekommen bei EastWest Yachten im Zustand „wie neu“ – selbst 10 oder gar 14 Jahre alten LINSSEN sieht man innen wie von außen nicht an, dass es Mietboote sind. Garantiert!

16:30 Uhr – Feierabend für die Kran-Crew: Top Job!

Langsam richtet sich die überraschend warme Frühlingssonne im Westen schon wieder darauf ein, grandios-rot unterzugehen. Drüben in der Werft machen unsere Kollegen vom Kran Feierabend: Das Soll für heute ist erfüllt und es wurden sogar zwei außerplanmäßige Jobs on top abgewickelt. Unse „KUSSI 2“ wird in Nullstellung gefahren, der Starkstrom abgestellt und alles gesichert: Feierabend!

Hat sich schon gut geleert, das Winterlager

Das Ranklotzen hat sich gelohnt. Unsere Winterlagerhallen sind fast komplett leer, die allermeisten Yachten im Wasser. Solche super Sonnentage wie heute eignen sicher hervorragend, um noch einen draufzulegen: Bei Wind oder Regen sind wegen der Sicherheitsauflagen weniger Kranbewegungen möglich. Die fast leere Halle freut unseren Technik-Chef: Wenn alle Boote raus sind, können wir die Stellplätze über die Sommermonate für Yachten in umfangreicheren Werft-Refits nutzen und so die Kapazitäten unserer Werft ausweiten. Hier kann man staufrei, vor Niederschlag geschützt, viel besser arbeiten, als auf dem Freigelände.

Bereit für die Sommer-Saison

Manch ein Boot bleibt allerdings noch stehen: Manch ein Eigner hat sein Boot hier eingemottet, weil man auf Auslandsaufenthalt ist. So oder so: Bei Melissa trudeln im Büro schon die ersten Buchungen für das nächste Winterlager ein. Kaum zu glauben! „Gute, wirklich trockene, saubere und sichere Hallenstellplätze sind hier anscheinend rar“, sagt sie. „Zudem können wir Yachten im Winterlager so parken, dass wir sie für Refits, Upgrades oder Neulackierungen über den Winter in die Werkstätten holen können. Wohl dem, der jetzt schon bucht!“ Obschon sie es schon ein bisschen komisch findet, jetzt an den kommenden Winter zu denken …

16:42 – „… das mache ich aber noch fertig!“

Wir hören ein Surren und Fauchen, etwas abseits. Das klingt interessant! Also folgen wir unseren Ohren. Ah, es ist der Sandstrahl-Platz! Den sollte (und darf) man nur betreten, wenn die kraftvolle Anlage gerade nicht im Betrieb ist. Da wir uns als LINSSEN-Partner als Werft vor allem auf Stahlyachten spezialisiert haben, ist eine solche Sandstrahl-Anlage unverzichtbar. Denn manchmal müssen wir Farb- und Lackaufbauten komplett bis auf den blanken Stahl von den Rümpfen oder Teilen der Yachten entfernen.

Alles dick & sicher: Sandstrahlen!

Und das geht nun einmal mit der Kraft der kleinen, spitzen Sandkörner am besten. Unter hohem Luftdruck sprüht die Pistole Sandkörner auf den Stahl. Wie eine Schleifmaschine, nur viele Male schneller und effektiver, polieren die Körner alles Weiche (und Harte) vom Stahl. Das funktioniert für die Rumpf-Farbe ebenso, wie für die Rostschutz-Lagen, aber auch gespachtelte Bereiche und natürlich korrosionsgeplagte Stellen. Schweißnähte können poliert werden, Beschädigungen werden freigelegt. Dieser Bereich ist besonders abgeschirmt, damit der wertvolle Sand und das Schleifgut nicht wegfliegen. Interessant: Den „gebrauchten“ Sand können wir mehrere Male reinigen und wiederverwenden.

So muss blanker Stahl aussehen

Unser Mitarbeiter macht gerade Feierabend, nach einer Überstunde: „Das wollte ich unbedingt heute noch fertig bekommen“, meint er, „Damit die Kollegen sich das morgen gleich anschauen können.“ Oft sind es unsachgemäß reparierte Schäden, die langfristig (und manchmal auch schneller) unter den dicken Lack- oder Spachtel-Lagen zu Rost am Rumpf führen. „Das kann sich mitunter großflächig ausbreiten, ohne dass man es von außen sieht.“, meint er. Zumindest nicht ohne geübtes Auge … wobei Rost auf Stahlyachten meist eher ein Problem von innen sei, ergänzt er. Der dicke Kompressor wird abgeschaltet, wir begleiten ihn nach innen.

... die Biester kommen trotzdem durch!

Dort entledigt er sich der Schutzkleidung: Wer eine Sandstrahlanlage bedient, muss extradicke Schutzkleidung, vor allem für die Extremitäten, das Gesicht (Augen und Atemwege!) und die Hände tragen. „Man kommt sich vor, wie ein Arbeiter im Stahlwerk oder Astronaut …“, meint unser Techniker, als er seine Schuhe auskippt. Der Sand scheint sich trotzdem irgendwie seinen Weg zu bahnen. Na, ab in die Dusche und schönen Feierabend, wünschen wir!

17:15 – Letzte Polier-Arbeiten in unserer Boots-Lackiererei

Ebenfalls noch am Arbeiten sind nebenan unsere Kollegen von der Lackierwerkstatt. Sie haben vielleicht unserer interessanten Blog-Artikel über Mathias Kalmutzke gelesen: Tatsächlich hat er als Profi-Lackierer dieses Gewerk mit in unsere EastWest-Werft gebracht. Seine alte Firma ist nun eine eigene Abteilung geworden – und wir sind extrem stolz auf das Können und die Kompetenz unserer Lackierer! Stolz, und froh: Denn Stahlyachten sind immer auch lackierte Boote, die regelmäßig Pflege, Spot- oder großflächige Reparaturen und manchmal auch Komplett-Lackierungen benötigen.

In der Lackierwerkstatt

Kollege „Lacky“, so sein Spitzname, ist mit seinem Gesellen noch am Arbeiten: Trocknungszeiten von Lacken richten sich eben nicht nach dem 8-Stunden-Plan. „Wenn wir nass in nass arbeiten, müssen wir die Zeiträume einhalten, innerhalb derer neue Farbschichten aufgetragen werden müssen!“, erklärt er. Wenn man die nicht einhält, würde man das später sehen, wenn auch vielleicht nur als Profi. „Wir wollen hier nichts weniger als perfekte Farbergebnisse erzielen!“, sagt Lacky – Ehrensache und Berufsethos! Zudem: Alle, vom Eigner über die Gäste bis zum Stegnachbarn, sie alle schauen am Ende auf den Rumpf. Und der dann auf keinen Fall Blasen, Körner, Wellen oder gar Nasen haben!

Letzte Handgriffe

Doch dann machen aus Lacky und die Farben-Gang Schluss für heute. Aber nicht, ohne noch diese eine Stelle da am Bug zu polieren … die habe ihn schon heute mittag so angelächelt, meint er. Die Farben und Utensilien werden luftdicht verschlossen, die Belüftungsanlage abgestellt und der Azubi zum Reinigen der Werkzeuge, wie Spitzpistolen und Pinsel geschickt. Für morgen soll er die Farbkarten aufpolieren, denn es steht eine Projekt-Besichtigung an: Unser Kunde soll sich die neue Rumpffarbe für sein Boot anhand wirklich farbechter Beispiele aussuchen!

17:30 Uhr – Damit sich unsere Kunden morgen freuen!

Auch bei Mathias und Sebastian im Verkaufs-Hausboot ist die Kaffeemaschine schon im Schlummermodus. Allerdings ist ein Job auch hier noch zu machen. Die Freunde vom Werbestudio in Zehdenick haben heute nachmittag neue Aufkleber für Schiffsname, Registrierungsnummer und Heimathafen einer LINSSEN-Yacht mitgebracht. „Komm, die kleben wir noch auf!“, meint Mathias.

Neue Aufkleber für ein Kundenboot

Diese Yacht hat eine recht interessante Geschichte: Sie ist bei EastWest für fast 10 Jahre im Charter gelaufen. Das Boot ist vom Eigner aus dem Chartergeschäft genommen und verkauft worden (um in eine Neue zu investieren). Da wir bei EastWest die Charter-Boote absolut streng auf Neuboot-Niveau halten, kann auch man bei dieser Yacht keinerlei Gebrauchsspuren erkennen: Die Wieling ist noch original, sieht aber aus wie neu. „Innen und außen, wie geleckt!“, sagt Mathias. Für den Verkauf als Gebrauchtboot haben wir dieses Boot refittet, den Rumpf aufwändig aufpoliert, das Unterwasserschiff komplett neu gestrichen.

Mathias hat´s drauf

„Nun fehlt nur noch der Name!“ Die neuen Kunden haben uns den Schiffsnamen durchgegeben. „Es wäre doch super für sie, wenn sie morgen hier ankommen und ihre Yacht schon mit Namen und allem Drum und Dran dasteht, oder?“ Recht hat er! Als Lackier-Profi kann Mathias selbstverständlich auch folieren – einen Schiffsnamen-Aufkleber nass und blasenfrei aufzubringen, ist eine der leichteren Übungen für ihn. Die Stellen werden akkurat ausgemessen, gereinigt und entfettet, und dann die Aufkleber aufgebracht. Sieht spitze aus!

Macht sich prima!

Das Schöne an diesem Boot ist, dass die Eigner aus dem Köln-Düsseldorfer Raum das Boot wieder zu seinem Geburtsort bringen werden: Viele rheinländische Kunden von EastWest haben ihre Yachten im wunderschonen Revier von Holland. Und genau hier, in Maasbracht wo sie einst gebaut wurde, wird die schöne „KAMALA“ nun ihren Heimathafen finden. „Irgendwie romantisch“, meint Mathias und lächelt.

18:00 Uhr – Das war´s auch schon wieder …

… ein Tag bei EastWest in Zehdenick geht zu Ende. Oder doch nicht? Am Gaststeg schieben noch zwei unserer Techniker eine Überstunde: „Der Motor muss heute noch laufen!“, bittet der Eigner um Hilfe. Sein strenger Zeitplan duldet wohl keinen Aufschub. Gottseidank gibt es bei uns Service! Unsere beiden Motorentechniker schwitzen im Motorraum, finden aber schnell den Übeltäter, der gottseidank auch schnell repariert ist. Da geht das eiskalte Radler, das der dankbare Eigner anbietet, doch umso schneller die Kehle runter …

Wir gehen für Sie die Extrameile

Mathias und Sebastian haben die letzten E-Mails beantwortet und schließen das schwimmende Yacht-Zentrum ab. Auf dem Weg zum Auto checken beide noch die neuen Aufkleber an den Vorführbooten, vielleicht bleibt ja der eine oder andere Gastlieger auf dem Weg in die Waschräume oder zu unserem leckeren griechischen Restaurant hier hängen? Apropos Restaurant … „Los, Sebastian, wir setzten uns jetzt hier noch auf die Terrasse und genehmigen uns einen Eisbecher …“ Denn das hat sich mittlerweile nicht nur als Hafen-Restaurant für Eigner und Gastlieger herumgesprochen.

Kundenfänger? Zum Verlieben!

Mittlerweile ist das Restaurant ein beliebtes Ausflugsziel für die Anwohner von Zehdenick und Umgebung geworden. Der Blick auf den Preauer Stich ist überwältigend, die Speisen lecker und die griechische Gastfreundschaft sprichwörtlich. Aber Mathias und Sebastian müssen aufpassen: Anders, als unsere Eigner, die nur über den extrabreiten Steg an Bord zu wanken brauchen, dürfen sich die Beiden nicht dem Ouzu hingeben, immerhin steht noch ein Nachhauseweg an.

Wann dürfen wie Sie bei EastWest begrüßen?

Wir hoffen, dass Sie als unser Praktikant diese Einblicke in den „Tag bei EastWest“ interessant fanden. Es ist tatsächlich fast immer so: Eine spannende, aufregende Mischung aus Yacht-Beratung und Träume-Erfüllen, aus Technik und Technologie, aus interessanten Kontakten mit allerlei unterschiedlichen Menschen. Ob Verkauf, Beratung, Werftbetrieb oder Charter – bei EastWest ist immer etwas los!

Den Ausblick MUSS man genießen!

Egal, ob Sie eine neue Yacht von LINSSEN und DELPHIA suchen oder ob Sie ein gebrauchtes Boot anschauen möchten; egal ob Sie einen Urlaub mit unseren tollen Charterschiffen planen oder als Saison- oder Tagesgast zu uns kommen: Wir freuen uns auf Sie und die Geschichten, die Sie zum wunderbaren Hafenleben in Zehdenick beitragen. Herzlich willkommen …